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Braunkohle: Entstehung, fossiles Holz und Abbau
Die
Entstehung der Braunkohle
Die Braunkohle finden wir
in der Niederlande nur in der Provinz Limburg in der Nähe der
Oberfläche. Es handelt sich hier aber nur um relativ
dünne Schichte. Es sind Ausläufer ausgedehnter und
mehr als hundert Meter mächtiger Braunkohleschichten in der
Niederrheinischen Bucht in Deutschland. Die Ablagerung des
Miozänen Torfs, woraus die Braunkohle entstand, hat vor
ungefähr 20 Millionen Jahren in einer langsam sinkenden
Küstenebene unter überwiegend feuchten, warmen
(subtropischen) Umständen, angefangen. Das sich langsam
zurückziehende Meer war damals nicht weit entfernt, im
Nordwesten. In der Küstenebene entstanden Torfmoore, denen wir
die Braunkohle verdanken. Vorkommen
und Abbau der Braunkohle im Süden der Niederlande und Umgebung
Auch nordwestlich von Maastricht, beim belgischen Opgrimbie finden wir Braunkohle in bescheidenem Maßstab. Bei Opgrimbie ist in einer ehemaligen Grube ein Naturschutzgebiet eingerichtet worden, in dem Braunkohle schon von einiger Entfernung als schwarze Fläche in der Grubenwand zu sehen ist. Wenn man sich nähert, sind hier mit ein bißchen Glück noch Stücke fossiles Holz in der Braunkohle zu sehen. Wenn dieses Holz und diese umgebende Braunkohle mit der Außenluft in Kontakt kommen, trocknen sie aus und zerfallen. Diese Stückchen sehen aus wie Holzkohle. Wo solche Braunkohlestückchen in großen Mengen aus der ursprünglichen Schicht herausgefallen sind, verunreinigen sie das umgebende Quarzsand. So entstehen die bereits genannten schwarzen Fläche in der Grubenwand.
Im Braunkohlerevier der Niederrheinischen Bucht wird die Braunkohle in sehr tiefen Gruben (einer Fläche vieler tausenden Hektar) abgebaut. Für diesen riesigen Abbau müssen ganze Dörfer und Straßen, eben Autobahnen entfernt werden und müssen Wasserläufe umgeleitet werden. Hierdurch gibt es im Revier ehemalige Autobahnstrecken, die wieder langsam von der Natur zurückerobert werden. Die Dörfer werden anderswo wieder neugebaut. Die Umsiedlung solcher Dörfer kann mehrere Jahre dauern. So sind in Altdorf die ersten Bewohner 1987 umgezogen. Die letzten Bewohner zogen fünfzehn Jahre später um. Hierdurch sah Altdorf immer verlassener aus. Bei unserem Besuch im Herbst 2000 sah Altdorf schon richtig wie ein Geisterdorf aus. Entlang der Hauptstraße sahen wir hauptsächlich leerstehende Häuser, die oft mit Brettern abgeschlossen waren und die manchmal schon verfallen waren. Etwas weiter wurden die Häuser bereits abgerissen. Menschen haben wir nicht gesehen. Für die Einwohner dieser Dörfer war diese Umsiedlung oft ein tiefgreifendes und emotionales Ereignis.
RWE Power (Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG) hat mehrere Beobachtungsposten im Deutschen Braunkohlerevier eingerichtet. Von diesen Posten sind in der Ferne riesige Maschinen (96 Meter hoch und 240 Meter lang mit einem Gewicht von 13.000 Tonnen) zu sehen, die Braunkohle abbauen. Mit der Braunkohle wird Energie in Elektrizitätswerken erzogen. In kleinem Maßstab wird Braunkohle auch im Form von gepressten Briketten als Brennstoff von Privatpersonen angewendet.o:p>
Text: Jan Weertz Fotos: Jan und Els Weertz |
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