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Feuerstein zum Feuermachen

Feuerstein wurde schon in der Vorgeschichte angewendet um Feuer zu machen. Man bekommt aber kein Feuer wenn man zwei Feuersteine gegen einander schlägt. Die Funken die so entstehen, sind für dieses Ziel nicht geeignet. Funken die geeignet sind um Feuer zu machen, bekommt man wenn man Feuerstein und Markasit oder Pyrit gegen einander schlägt.

Markasit und Zunderschwamm zum Feuermachen
Markasitknollen. Man kann diese zum Beispiel entlang der Kreideküste bei Cap Blanc Nez in Frankreich und bei den Geschiebelehmkliffen an der Ostsee in Deutschland finden. Die Nadel ist drei cm lang (links). Zunderschwämme (rechts).

Auch in historischen Zeiten wendete man Feuerstein noch immer zum Feuer machen an. Bis Anfang des vorigen Jahrhunderts benutzte man eben Zunderbüchsen. Eine Zunderbüchse enthielt ein Stück Feuerstein, ein Feuerstahl (auch Feuereisen genannt; es besteht aus kohlenstoffhaltigem Eisen) und Zunder. Als Zunder benutzte man meist ein getrocknetes Stückchen eines korkartigen Pilzes wie des Zunderschwamms. Ein nicht ganz verkohltes Stückchen Baumwolle oder Leinen konnte auch als Zunder gebraucht werden. Beim gegen einander schlagen von Feuerstein und Feuerstahl entstand ein Funke, den man im Zunder auffing. Und dann fing der Zunder an zu glühen. Wenn man anschlieβend feines brennbares Material hinzufügte und pustete, konnte Feuer entstehen.

Zunderbüchse und Feuerstahl
Zunderbüchsen (links) und Feuerstahl in Jachthundform (rechts) aus der Sammlung des Niederrheinisches Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte in Kevelaer.

Heutzutage kennen wir Streichhölzer und Feuerzeuge zum Feuermachen. Feuerstein wird nicht mehr gebraucht. Am Anfang der 'Ära des Feuerzeuges' benutzte man Zündsteine von Feuerstein, aber später wurden diese durch synthetische Zündsteine ersetzt. Man nennt diese synthetischen Zündsteine aber noch immer Feuersteine.

Wim Mulder macht Feuer
Outdoorkenner Wim Mulder aus Apeldoorn zeigt wie man Feuerstein zum Feuermachen anwendet. Für dieses Ziel benutzt er auβer Feuerstein auch eine Feile (kohlenstoffhaltiges Eisen), verkohltes Leinen und Stückchen Birkenrinde. Im Foto rechtsoben sind zwischen Feile und Feuerstein Funken zu sehen, die entstehen beim gegen einander schlagen. Diese Funken werden aufgefangen im verkohlten Leinen. Jetzt wird gepustet und das Leinen fängt an zu glühen. Danach fügt Wim die Birkenrinde zu. Und nun wieder pusten … …

Wim Mulder macht Feuer
… … wonach die Birkenrinde entflammt.

Text und Fotos: Jan Weertz; Übersetzung: Jan und Els Weertz
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