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Tektite, Produkte eines Meteoritenaufpralls

In groben Zügen könnte man Tektite als in der Natur vorkommenden glasartige Steine definieren, die im allgemeinen eine Größe von Kies haben, das man in Säcken im Baumarkt kaufen kann. Die Farbe variiert von grünlich nach braun bis schwarz. Im Laufe der Zeit hat man mancherlei Theorien über die Entstehung solcher Tektite ausgedacht. Heutzutage wird nahezu ohne Zweifel akzeptiert, daβ Tektite der Erfolg eines großen Meteoritenaufpralls auf Erde sind. Beim Aufprall entstand sehr viel Hitze und wurden Klumpen geschmolzenes Gestein und heiße Dämpfe hoch in die Atmosphäre geschleudert. Durch die schnelle Abkühlung des geschmolzenen Materials gab es zu wenig Zeit zur Bildung von Kristalle, wodurch eine glasartige Struktur entstand. Man kann das mit glasartigem Obsidian vergleichen, der nach einer sehr schnellen Abkühlung bei Vulkanausbrüchen entsteht. Sowohl die Tektite wie der Obsidian bestehen aus Kieselsäure (SiO2). Die Farbe der Tektite wird größtenteils von der Menge und vom Oxidationsgrad des Eisens im Object bestimmt.

Tektite gibt es in allerhand Erscheinungsformen. Davon sind inzwischen einige Dutzende beschrieben worden. Es gibt zum Beispiel Exemplare, die wie Murmel aussehen oder die einigermaßen einer Hantel ähneln. Auch linsenförmige, ovale und sogar wie Tränen aussehende Exemplare kommen vor. Diese Forme sind hauptsächlich während des Flugs in mehr oder weniger flüssigem Zustand in der Atmosphäre entstanden. Dabei hatten das Rotieren und die Geschwindigkeit des Drehens der Klumpen Einfluβ. Die Vorderseite der Klumpen kannte eine größere Hitze als die Rückseite und das hatte auch Einfluβ auf die Form.

tektieten
Tektite (Nadellänge: 3 cm)

Im Gegensatz zu Meteoriten, die überall auf Erden niederkommen, werden Tektite nur in einigen Gebieten gefunden, in den sogenannten Streufeldern. Auf diesen Feldern wurde während des Meteoritenaufpralls weggeschleudertes Material sozusagen nach dem Flug durch die Atmosphäre ausgestreut. Das größte Streufeld finden wir in Südost Asien und Australien. Daneben gibt es Felder im Osten und Südosten der Vereinigten Staaten und im Karibik, im Westen Afrikas in der Nähe der Elfenbeinkuste und in Mitteleuropa in und rund Tschechien.

Neben den schon genannten kleinen Tektiten mit einer Größe von Kies, findet man seltener auch größere Exemplare. Das schwerste Exemplar aus Afrika wiegt ungefähr 80 Gramm. Im amerikanischen Streufeld findet man Tektite bis 90 Gramm. Aus Australien kennen wir eine Tektite die mehr als 400 Gramm wiegt. Und in Südost Asien wurden Exemplare von mehreren Kilogrammen gefunden. Letztere wurden wahrscheinlich nicht weit oder gar nicht weggeschleudert. Deswegen ist ihre Form unregelmäßig und haben sie einen geschichteten Aufbau. In Bezug auf dem Alter können Tektite im Tertiär und Quartär gedeutet werden. Die amerikanischen Tektite sind ungefähr 35 Millionen Jahre alt, die aus Mitteleuropa ungefähr 15 Millionen Jahre und die afrikanischen etwas mehr als eine Million Jahre. Die Tektiten von Südost Asien und Australien sind mit ungefähr 800.000 Jahren die jüngeren. Streufelder mit Tektiten die älter als 35 Millionen Jahre sind, finden wir vielleicht nicht mehr, weil solche Tektite sich im Laufe der Zeit so geändert haben, daβ sie nicht mehr erkennbar sind oder eben ganz verwittert sind.

Text und Fotos: Jan Weertz; Übersetzung: Jan und Els Weertz
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