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Runensteine

Runenschrift besteht aus Buchstaben die im Allgemeinen rechte und eckige Leinen sind. Die Schrift wurde früher vor allem in Skandinavien angewendet. Auch in den Ländern in der Umgebung von Skandinavien können wir sie finden, sogar auf Grünland und Inselgruppen wie den Orkney-Inseln und Färöer-Inseln. Eigentlich können wir Runen überall finden wo germanische Stammen, wie die Wikinger, waren. Runen blieben in Skandinavien vor allem behalten, weil man sie in Steine graviert hat. Von solchen Runensteinen können wir noch viele zurückfinden. Es sind Denkmäler. 

runenstenen Baekke en Klebæk Hoje
Dieser Runenstein bei Baekke in Dänemark (Mitte) steht am äußersten Ende eines Wikingergrabs mit Steinen im Form eines Schiffes (links). Runenstein bei Klebæk Hoje in Dänemark (rechts) mit im Hintergrund ein Grabhügel.

Runen wurden nicht nur in Stein aber auch in Holz oder Metall graviert. Es gibt mehrere Runenschriften. Sie können von Zeit zur Zeit und von Gebiet zum Gebiet abweichen. Im Allgemeinen kann man sagen, daß die Zeit der Runenschrift ungefähr zwischen dem 2. und dem 17. Jahrhundert liegt. Im Nachfolgenden werden wir zwei Standorte in Dänemark etwas näher betrachten. 

runensteen Fjennerslev
Runenstein bei der Kirche von Fjennerslev (Dänemark)

runenstenen Zweden Uppland
Runensteine in Uppland, Schweden.

Runenstein von Glavendrup 

Den Runenstein von Glavendrup finden wir auf der dänischen Insel (in der ehemaligen Provinz) Fünen im Nordwesten der Stadt Odense. Der Runenstein bildet das äußerste Ende einer Steingruppe im Form eines Schiffes wobei an der Ostseite ein Grabhügel aus der Bronzezeit liegt. Wikinggräber mit Steinen im Form eines Schiffes finden wir öfters in Dänemark. Im 'Schiff' beim Runenstein von Glavendrup hat man neun Gräber (Kremation) gefunden. Der Runenstein aus Granit wurde ungefähr 900-950 hergestellt. Laut dem Runentext wurde der Stein von Ragnhild aufgestellt für Alle den Bleichen der Hauptman des Heeres war. Thor wurde gefragt die Runen zu weihen. Im Text finden wir auch eine Warnung: Wer den Stein vernichtet oder wegschleppt um eines anderen zu gedenken, der wird verflucht. Der Runenstein von Glavendrup ist nahezu 1.90 Meter hoch und ungefähr 1.50 Meter breit. Er enthält den längsten Runentext Dänemarks. 

Glavendrupsteen, runensteen
Der Runenstein von Glavendrup mit einer Großaufnahme eines Teils der Runen.

Die Runensteine von Jelling 

Jelling ist ein Ort in der ehemaligen dänischen Provinz Vejle. Die zwei Runensteine aus dem 10. Jahrhundert finden wir zusammen mit zwei großen Hügeln bei der Kirche. Ursprünglich gab es an diesem Ort nur einen Grab mit Steinen im Form eines Schiffes. Der kleine Runenstein (ungefähr 1.40 Meter hoch) gehörte wahrscheinlich zu diesem Grab, das vermutlich von Königin Thyre war. Auf dem Runenstein steht, daß König Gorm ihn für seine Ehefrau Thyre aufrichten ließ. Als König Gorm selber starb, bekam er eine Grabkammer in einem Grabhügel der hier schon anwesend war. Sein Sohn Harald Blauzahn ließ danach den großen nördlichen Grabhügel über das Grab aufwerfen. Als Harald später Christen wurde, ließ er seinen Vater erneut in der Kirche beerdigen, die er beim großen Grabhügel bauen ließ. Auch ließ er den großen südlichen Grabhügel aufwerfen, wahrscheinlich als Andenken an seiner Mutter. Der große Runenstein wurde danach zwischen den beiden Hügeln aufgestellt. Die Runen auf diesem Stein erzählen, daß Harald ihn für seinen Vater und seine Mutter aufrichten ließ und daß er selbst ganz Dänemark und Norwegen besiegte und die Dänen christianisierte. Auf der anderen Seite des Runensteins ist eine Abbildung von Christus ausgehackt. Im Laufe der Zeit wurden die Steine durch die Verwitterung beschädigt. Um weitere Beschädigung zu verhindern, hat man nach einer Untersuchung 2008 ein schützendes Gehäuse über den Steinen gebaut. Heute gibt es auf der Welt mehrere Repliken des großen Runensteins. Eine dieser Repliken steht beim Utrechter Dom in den Niederlanden. 

runenstenen Jelling
Die Runensteine von Jelling mit links oben im Hintergrund einer der großen Hügeln.

Text und Fotos: Jan Weertz; Übersetzung: Jan und Els Weertz

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