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Bauen mit Feuerstein (Silex)

Feuerstein (Silex) wurde vor allem im Süden der niederländischen Provinz Limburg und in der belgischen Provinz Limburg als Baustein angewendet. Feuerstein finden wir in dieser Gegend im Boden in Bänken in den Kalksteinablagerungen der Oberkreide (Gulpener Schichten und Maastrichter Schichten). Es wird uns dann auch nicht wundern, daß wir Feuerstein oft in der Kombination mit diesem Kalkstein (örtlich 'mergel' genannt) als Baustein finden.

Silex in Sint Aldegondiskerk in Alken
Abbildung 1. Die Sint-Aldegondiskirche in Alken (Belgien). Die Unterseite des Turms besteht aus Feuerstein. Wir sehen hier auch Ecksteine aus belgischem Kalkstein (lichtgrau). Für den oberen Teil des Turms hat man Kalkstein aus der Oberkreide angewendet.

Silex in parochiekerk Sint Jan de Doper in Wellen
Abbildung 2. Der Turm der Sint Jan de Doperkirche in Wellen (Belgien) besteht hauptsächlich aus Feuerstein. Hier und da (Abbildung rechts) sind auch einige Blöcke belgischer Kalkstein (lichtgrau) zu sehen.

Vuursteen in Borgloon en Kuttekoven
Abbildung 3. Borgloon (Belgien): Seeigelnest im Feuerstein der Sint Odulphuskirche (links). Bei der Kirche von Kuttekoven (Belgien) besteht der Turm aus Feuerstein (Mitte). Auch diese rezenten Gartenmauern in Kuttekoven bestehen aus Feuerstein (rechts).

Feuerstein aus diesen Bänken im Kalkstein ist oft sehr bizarr von Form. So kann er röhrenförmig oder plattenförmig sein, aber am meisten finden wir bizarre Forme mit allerlei Ausstülpungen. Manchmal hat man diesen Feuerstein ohne weitere Bearbeitung als Baustein verwendet, zum Beispiel bei dem beeindruckenden Turm von Eben-Ezer bei Eben-Emael (Belgien) oder bei der Mariagrotte in Mariadorp (Niederlande).

Toren van Eben-Ezer Eben-Emael
Abbildung 4. Der Turm von Eben-Ezer in Eben-Emael (Belgien). Hier sehen wir sehr bizarre Feuersteinknollen mit vielerlei Ausstülpungen.

Silex (vuursteen) in Mariagrotten van Mariadorp en Banholt
Abbildung 5. In der Mariagrotte von Mariadorp (Niederlande) finden wir Feuersteinrohre (links und Mitte). Die Mariagrotte von Banholt (Niederlande) liegt hinter der Sint Gerlachuskirche (rechts).

In anderen Fällen ist der Feuerstein erst bearbeitet bevor man ihn als Baustein benutzte. Beispiele davon finden wir in Belgien in zum Beispiel die Kirchen von Sluizen, Alken, Wellen, Borgloon, Grootloon und Kuttekoven und in der Sint-Evermaruskapelle in Rutten.

Silex (vuursteen) in kerk van Avennes
Abbildung 6. Die 'église Saint Martin' in Avennes (Provinz Lüttich, Belgien) besteht ganz aus Feuerstein.

Silex (vuursteen) in Sint Evermaruskapel van Rutten
Abbildung 7. Die Sint-Evermaruskapelle in Rutten (Belgien) ist aus Feuerstein gebaut.

Bei Feuerstein der als Baustein angewendet wird, kann es auch um verkieselter Kreide oder um Feuerstein vom Feuersteineluvium gehen. Verkieselte Kreide hat eine etwas andere Entstehungsgeschichte als der obengenannte Feuerstein. Verkieselte Kreide ist viel später als die Ablagerung des Kalksteins aus der Oberkreide durch Verkieselung des Kalksteins entstanden. Oft wird es genau wie der Feuerstein aus dem Feuersteineluvium als Restablagerung nach Erosion von Kalksteinschichten aus der Oberkreide gefunden. Wir nennen die verkieselte Kreide hier einfach Feuerstein. Feuerstein aus diesen Restablagerungen finden wir an mehreren Stellen als Baustein im Süden der niederländischen Provinz Limburg und im benachbarten 'Voerstreek' in Belgien zurück.

Vuursteen in Sint Martensvoeren
Abbildung 8. Bauen mit Feuerstein (verkieselte Kreide) in Sint-Martens-Voeren (Belgien).

Vuursteen in Mheer in Dorpsstraat
Abbildung 9. Anwendung von Feuerstein (verkieselte Kreide) an der Dorpstraat 9 in Mheer (Niederlande).

Vuursteen in Fatimakapel Cadier en Keer
Abbildung 10. Die Fatimakapelle in Cadier en Keer (Niederlande) ist gebaut aus Feuerstein aus Grube Blankenberg. Die Feuersteinbank in dieser Grube ist 2½ Meter mächtig. Sie ist wahrscheinlich aus der Verkieselung mehrerer Feursteinbänke entstanden und sie wird auch wohl zum verkieselter Kreide gerechnet.

Text und Fotos: Jan Weertz
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