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Findlinge des Rheins

Auf dieser Seite sieht man verschiedene Findlinge des Rheins wie sie entlang die Ufer des Rheins stromabwärts von Koblenz zu finden sind. Außer den Abbildungen der Findlinge finden Sie hier auch einige extra Informationen über die verschiedenen Arten von Steinen. Die Größe der Steine auf dieser Seite variiert von drei bis acht Zentimeter.

Vom Quellgebiet in den Alpen in der Schweiz bis an die Mündung in die Nordsee in der Niederlande liegt der Rhein eine Strecke von mehr als 1300 Kilometern zurück. Während dieser Reise werden auch Findlinge aus Nebenflüssen wie die Aare, Nahe, Mosel, Lahn, Sieg, Ruhr und der Neckar und Main mitgenommen.

vuursteen leisteen kwarts
Feuerstein (Hornstein) Schiefer Quarz

Brauner Feuerstein (Hornstein) stammt wahrscheinlich aus Ablagerungen der Trias- oder Jurazeit. Für die braune Farbe ist Eisen im Gestein verantwortlich. Das Herkunftsgebiet des Schiefers ist das Rheinisches Schiefergebirge. Dort stammen die Schiefer aus dem Devon. Quarz stammt meistens aus Quarzgängen die in mehreren geologische Perioden in verschiedenen Gebieten gebildet sind. Ein Herkunftsgebiet ist darum schwierig zu bestimmen. 

jaspis
Jaspis

Jaspis ist eine Varietät des Minerals Quarz. Die Farbe variiert von blutrot bis rotbraun und eben bis braun. Beim Exemplar rechts (Abbildung oben) finden wir nahezu all diese Farben in einem Stein. Die rote bis braune Farbe wird verursacht durch die Anwesenheit von Eisen. Jaspis stammt aus dem Einzugsgebiet der Lahn. Geologisches Alter: Karbon. 

Bontzandsteen
Buntsandstein Buntsandsteinkonglomerat Buntsandstein mit Hohlräumen

Genau wie bei dem Jaspis kennt Buntsandstein mehrere Variationen. Die Farbe kann variieren von rot bis weinrot bis rosa. Oft sieht das Gestein ziemlich homogen aus. Wir finden aber auch Exemplare wo sich abgerundete Steinchen in einer roten Matrix (Zement) befinden. Das sind Buntsandsteinkonglomerate. Daneben gibt es auch noch Buntsandsteine mit Hohlräumen. Ursprünglich waren diese Hohlräume mit Tonstückchen gefüllt. Während des Flusstransports ist dieser Ton aus dem Gestein verschwunden. Diese Buntsandsteine können aus mehreren Gebieten stammen. Dabei müssen wir nicht nur an den Einzugsgebieten der Mosel, des Mains und der Lahn denken sondern auch an dem Schwarzwald. Geologisches Alter: Trias.

basalt amandelsteen (melafier)
Basalt Findlinge mit etwas größere Minerale Mandelstein (Melaphyr)

Basalt ist von vulkanischer Ursprung. Nur wenig abgerundete Stücke Basalt kommen nicht nur aus der Eifel sondern auch aus dem Siebengebirge. Geologisches Alter: Tertiär. Auffällig sind Findlinge wo etwas größere Minerale wie Schokoladenstreusel in ein homogener Matrix zu sehen sind. Auch diese Gesteine mit einem sogenannten porphyrischen Struktur sind von vulkanischer Herkunft. Es gibt sie in verschiedenen Arten, wie zum Beispiel Andesit und Dazit. Was das Alter angeht, stammen diese vulkanischen Gesteine aus mehreren geologischen Perioden: Devon, Perm, Tertiär und Quartär. Sie kommen aus verschiedenen Gebieten in Deutschland. Mandelstein (Melaphyr) ist auch von vulkanischer Herkunft und er sieht ungefähr wie die porphyrische Gesteine aus. Aber bei diesem Mandelstein geht es um Hohlräume die erst später mit Mineralen gefüllt sind. Mandelstein kommt aus den Einzugsgebieten der Saar und Nahe. Geologisches Alter: Perm.

vulkanische gesteenten zoals tufsteen
vulkanische Schlacken, Tuff und vulkanische Bombe

Aber es gibt noch mehr Arten von vulkanischen Gesteinen. Links oben sieht man abgerundete vulkanische Schlacken. Durch die vielen Hohlräume sind sie sehr porös. Diese Hohlräume sind durch Gasen entstanden die sich beim Aufsteigen des Magmas aus dem Vulkan durch Druckentlastung bilden konnten. Der weißgraue Stein daneben ist vulkanischer Tuff. Ganz rechts sehen wir eine vulkanische Bombe: ein Lavastück größer als 64 Millimeter das einst durch einen Vulkan hinausgeschleudert wurde um dann - etwas - weiter weg wie eine Bombe wieder die Erde zu treffen. Die meisten dieser Findlinge stammen aus der Eifel. Geologisches Alter: Tertiär.

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Sandstein mit Stielplättchen von Seelilien Lydit

Sandstein mit Stielplättchen von Seelilien ist an den kleinen 'Rädern mit Speichen' gut zu erkennen. Dieser Sandstein kommt aus dem Rheinischen Schiefergebirge das wir an beiden Seiten des Rheins finden. Unter anderem die Eifel ist ein Teil dieses Schiefergebirges. Geologisches Alter: Devon. Lydit hat eine schwarze Farbe. Es dankt diese Farbe an der Anwesenheit von Kohlenstoff. Oft sieht dieser Lydit rechteckig aus. Er stammt aus dem Einzugsgebiet der Lahn. Geologisches Alter: Karbon.

kiezellei slakken glas
'Kiezellei' industrielle Schlacken Glas

Für manche Menschen in der Niederlande gibt es einen Unterschied zwischen 'Kiezellei' und Lydit. Die schwarzen Exemplare nennen sie Lydit und die heller gefärbten Exemplare sollten dann 'Kiezellei' sein. Für wieder andere Menschen gibt es keinen Unterschied und sind all diese Steine Lydit. Industrielle Schlacken sind eigentlich keine richtigen Findlinge. Sie sind das Abfall von vielerlei menschlichen Produktionsprozessen. Wir können sie aber auch entlang den Rhein finden. Achtung, sie können Stoffe enthalten die nicht so gesund für uns sind! Auch Glas ist im Flusskies zu finden. Auch das ist ein Produkt des Menschen. Es ist meistens abgerundet und hat eine matte Farbe. Es zeigt uns was Flusstransport mit mitgeschleppten Materialen machen kann.

Taunuskwartsiet kwartsbreccie
Taunusquarzit Quarzbrekzie

Taunusquarzit ist ein graues Gestein worin weinrote Flecken zu sehen sind. Dieser Findling kommt aus dem Taunus Mittelgebirge. Eine Quarzbrekzie besteht aus eckigen Stückchen Quarz in einer braunen oder schwarzen Matrix. Quarzbrekzien bestehen im Allgemeinen aus zementiertem Fluss- oder Küstenkies. Sie sind während mehrerer geologischen Perioden und in verschiedenen Gebieten entstanden. Ein Herkunftsgebiet ist darum schwierig zu bestimmen.

Text und Fotos: Jan Weertz
Übersetzung: Jan und Els Weertz

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