De Belemniet

Home

Onderwerpen

Producten

Excursiepunten

Contact

Links

Sitemap

Kalksteingrube Savelsbosch

Die unterirdische Kalksteingrube Savelsbosch ist eine Kalksteingrube im Wald 'Savelsbos' im niederländischen Südlimburg. Unterirdische Kalksteingruben werden in der Volksmund 'mergelgrotten' (Mergelgruben) genannt. Solche Gruben sind vielfach in bestimmten Teilen der südlimburgischen Landschaft zu finden. Sie entstehen dadurch, daß der Mensch den Kalkstein als Baustein benutzte. Diese Kalksteinblöcke ('Mergelblöcke' oder Tuffkreideblöcke) wurden mit 'Mergel'sägen aus dem Gestein gesägt. Die Gewinnung dieser Steine wurde 'blokbreken' (Blockbrechen) genannt. Die Bausteine die so gewonnen wurden, kannten eine sehr umfangreiche Anwendung. Man verwendete sie für den Bau von Kirchen, Schlössern, Bauernhöfen, Wohnhäusern, Stadtmauern, usw. Die Kalksteingruben wie 'Savelsbosch' sind oft Hunderte von Jahren alt.

Der Eingang der Grube Savelsbosch In der Grube Savelsbosch Feuerstein-Lage beim Eingang der Grube Savelsbosch
Der Eingang der Grube Savelsbosch In der Grube Savelsbosch Feuerstein-Lage beim Eingang der Grube Savelsbosch

Geologisch betrachtet gehört der Kalkstein der Grube 'Savelsbosch' zu den Maastrichter Schichten. Es handelt sich hier um den Gronsvelder Kalk und den Schiepersberger Kalk. Ablagerungen der Maastrichter Schichten gehören zur geologischen Kreidezeit. Grob betrachtet wurden diese vor etwa 65 bis 70 Millionen Jahren abgelagert. Zu jener Zeit war Südlimburg ein Küstengebiet. In einem Flachwassersee lebten allerhand Arten kalkhaltiger Organismen, wie beispielsweise Muscheltiere, Seeigel und zahlreicher Einzeller. Nach dem Tod dieser Organismen blieben ihre Kalkskelette auf dem Meeresboden zurück. Diese häuften sich und so entstanden dicke Kalksteinpakete. Insbesondere die Einzeller trugen zum Aufbau der Kalksteinpakete bei. Eigentlich können wir also sagen, daß die Gangsysteme dieser unterirdischen Kalksteingruben in einem Boden eines fossilen Meeres angelegt worden sind. 

Einteilung der Oberkreide Einteilung der Maastrichter Schichten
Die lithostratigrafische Einteilung der Oberkreide (Boven-Krijt); das niederländische Wort 'Formatie' bedeutet Schichten.
Die Aachener Schichten sind die ältesten.
Einteilung der Maastrichter Schichten (Formatie van Maastricht); das niederländische Wort 'Kalksteen' bedeutet Kalk.
Der Valkenburger Kalk ist der älteste.

Die Grube 'Savelsbosch' ist eine ganz kleine Kalksteingrube, die nur aus einem Gang mit einer Art von Etage besteht. Genauso wie die meisten anderen unterirdischen Kalksteingruben ist sie aus Sicherheitsgründen und zum Schutz der Natur nicht öffentlich zugänglich. Wir können die Grube 'Savelsbosch' erreichen, wenn wir im Dorf Gronsveld vom Rijksweg aus der Duijsterstraat folgen. Dieser Weg, der schon bald einen Feldweg wird, wird örtlich auch wohl Langsjtraot (Langstraat) genannt. Nach etwa 100 Metern erreichen wir eine Kreuzung von 5 Wegen. Hier gehen wir geradeaus. Der Weg heißt hier Saovelswëg (Savelsweg). Er führt - ein wenig steigend - unmittelbar zum Wald Savelsbos. Wenn wir den Wald erreichen, sind wir vom Rijksweg etwa 30 Meter gestiegen. Wir ziehen in den Wald, kommen an einem Weg vorbei der links abbiegt und nicht viel später sehen wir - ebenfalls links - den Eingang der unterirdischen Kalksteingrube Savelsbosch. 

Wenn wir zwischen den schroffen Kalksteinwänden zum eigentlichen Eingang der Grube gehen, sehen wir in den Wänden die Enden rohrförmiger Feuersteine. Die Kieselsäure, woraus die Feuersteine aufgebaut sind, stammt von kieselhältigen Organismen, die im Meer der Kreidezeit lebten. Feuerstein finden wir in Südlimburg in den Kalksteinen der Gulpener Schichten und in den Maastrichter Schichten in waagerechten Lagen.

Feuersteine in einer Feuerstein-Lage geologische Erdpfeife beim Eingang geologische Erdpfeife
Nahaufnahme von Feuersteinen in einer Feuerstein-Lage Links neben dem Stock mit dem Hut befindet sich in der Decke die geologische Erdpfeife. Ein Blick in die geologische Erdpfeife in der Decke, worin sich noch ein Teil der Füllung befindet.

Beim Eingang sehen wir links in der Decke eine geologische Erdpfeife. Dies ist eine sogenannte Karsterscheinung. Diese Pfeifen entstehen wenn Regenwasser Teile des Kalksteins auflöst. Diese Erdpfeife können später mit lockerem Gestein aus dem Boden gefüllt werden. Hier im Savelsbos sind das Kies und Löss. Die Erdpfeife, die wir bei der Grube Savelsbosch sehen, ist später wieder teils leergeströmt.

(Die Erreichbarkeit der Orte kann sich im Laufe der Zeit ändern.)

Text und Fotos: Jan Weertz; Übersetzung: Jan und Els Weertz
© De Belemniet